Von Löwen, Höhlenmenschen und einsamen Inseln [2]

In so mancher Diskussion mit einem Fleischfreund kann man mit Fakten, Daten, Studien, persönlichen Erfahrungen, Fachwissen und allerlei ethischen Argumenten um sich werfen, wie man möchte – früher oder später kommt der Punkt, an dem das Gehirn des Gegenübers seinen Dienst quittiert und man sich plötzlich nur noch mit Wörtern wie Höhlenmenschen, einsamen Inseln und Löwen konfrontiert sieht. Entgegen aller Logik, sieht sich der scheinbar überlegene Fleischfresser nun absolut im Recht und kann gar nicht mehr aufhören, mit solch geistigen KO – Schlägen um sich zu hauen.

Aber ob man es nun glaubt oder nicht, genau solche Aussagen können mit ein wenig Logik und Nachdenken getrost als Humbug abgestempelt werden. Gehen wir nun einmal Schritt für Schritt die absoluten Klassiker durch.

Teil 2

Ein Schwein kann ja noch wegrennen aber so ein Salat? HÖHÖ

Nehmen wir mal an, ein Schwein würde es tatsächlich schaffen wegzurennen – wohin will es denn? Eingepfercht in enge, umgitterte Bereiche können sie sich kaum bewegen. Sollten sie es mal aus einem solchen Bereich schaffen, stehen sie immer noch in einem großen Gebäude, dem eigentlichen Stall. Sollten sie es aus diesem schaffen, ist spätestens hier der kurze Ausflug zu Ende. Denn fast immer sind solche Gelände eingezäunt und teilweise mit Stacheldraht gesichert. Hier kommt kein Tier dran vorbei. Auch wenn sie es schaffen sollten, von einem Transporter oder unmittelbar vor dem Schlachten zu entfliehen, werden sie meist an Ort und Stelle erschossen. Die kurzen Augenblicke dazwischen verbringen sie mit Angst und Panik, werden gejagt und versucht einzufangen. Also nun noch mal die Frage: Wo sollte ein Tier hinlaufen? In die Freiheit definitiv nicht!

Es ist gar nicht genug Anbaufläche vorhanden, um alle Menschen vegan zu ernähren.

Wir möchten an dieser Stelle gar nicht mit vielen Zahlen und Statistiken um uns werfen. Denn es reicht bereits simples, logisches Denken, um auch diese Aussage als Unsinn abzustempeln. Nun die erste Frage: Womit werden die Tiere, die gegessen werden, denn gefüttert? Richtig – mit pflanzlicher Nahrung. Würde also niemand mehr Fleisch essen, könnte all diese Nahrung direkt von Menschen gegessen werden. Ebenso fallen alle Flächen weg, welche für die Haltung, Schlachtung und Verarbeitung der Tiere benötigt werden und das sind nicht gerade wenig! Auch sämtliche Zwischenlager für die verarbeiteten Produkte, Lager für Gülle und andere Abfälle würden wegfallen. Momentan wird der Großteil pflanzlicher Nahrung, welcher geerntet wird, an Tiere verfüttert. Quelle

Oft heißt es auch, dass auf solchen Anbauflächen gar keine geeignete Nahrung für den Menschen angebaut wird, sondern eben nur Nahrung für Tiere. Wieso nutzt man diese Flächen dann nicht einfach dafür, geeignete Nahrung anzubauen?!

Von Löwen, Höhlenmenschen und einsamen Inseln [2]

Von Löwen, Höhlenmenschen und einsamen Inseln [2]

Veganer verursachen auch Tierleid. Beim Ernten von Gemüse, werden auch Mäuse und Insekten tot gefahren. Und beim Autofahren sterben Fliegen und andere Insekten, wenn sie gegen die Windschutzscheibe fliegen!

Ja, das mag sein. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied. Niemand wird gezwungen, Fleisch zu essen. All dies geschieht freiwillig. Aber als Autofahrer hat man keinen Einfluss darauf, ob Tiere gegen die Windschutzscheibe fliegen oder eben nicht. Dasselbe gilt auch für das Ernten von Obst und Gemüse. Wer vegan lebt, versucht vermeidbares Leid zu vermeiden und nicht perfekt zu leben! Kann man auf Fleisch verzichten? Definitiv! Kann man so Auto fahren, dass keine Insekten gegen die Windschutzscheibe fliegen? Nein! Solche Argumente sind nichts anderes als der Versuch, das eigene Gewissen zu beruhigen a lá: “Er isst zwar kein Fleisch, aber auch für seine Lebensweise müssen Tiere sterben!” Aber, wie bereits oben geschrieben, macht es einen Unterschied, ob man eben dieses Leid vermeiden kann oder nicht.

Bevor du verhungerst, würdest du auch Fleisch essen!

Nun, bevor man verhungert, würde man vermutlich auch auf die Idee kommen, Menschen zu essen. Eine solche Notsituation ist nicht mal annähernd mit unserem gewohnten Alltag zu vergleichen. Niemand muss verhungern, wenn er aufhört, Fleisch zu essen.

Dasselbe gilt auch für folgende Notstände:

  • Bevor man verdurstet, würde man auch Alkohol trinken (obwohl jeder weiß, dass Alkohol den Körper noch mehr “austrocknet”).
  • Menschen, die jede Form der körperlichen Gewalt stickt ablehnen (auch Kampfsport), würden in einem Notfall alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um sich zu verteidigen.

Eine solche Notsituation erfordert eben extreme Handlungen. Und nimmt man dieses Argument ganz genau, müsste der Betroffene auch selber jagen gehen und wird somit wieder zu einem direkten Teil der natürlichen Nahrungskette. Hat man die Möglichkeit in einem Supermarkt sein Fleisch zu kaufen, ist man definitiv in keiner Notsituation. Ein solcher Notstand hat dann auch nichts mehr mit der Massentierhaltung, Futteranbau, Waldrodung für Viehweiden oder dem massenhaften Einsatz von Antibiotika zu tun. Es geht einzig und allein ums nackte Überleben!

Hier geht es zum ersten Teil!

Schaut auch bei unseren Empfehlungen vorbei.

  • Marcus & Elisabeth & Julia
Von | 2018-03-20T15:33:32+00:00 Oktober 29th, 2017|News und Aktuelles|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar