“Vegan zu leben kann ich mir nicht leisten.” Dieses Argument gehört wohl zu den Häufigsten, welches gegen eine vegane Lebensweise spricht.

Lustigerweise wird der vegane Lebensstil oftmals mit Studenten oder Hippies in Verbindung gebracht. Gerade Studenten haben, wie jedem sicherlich bekannt sein sollte, nur wenig Geld monatlich zur Verfügung. Aber auch dies ist wieder nur ein Vorurteil, denn dieser Lebensstil zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten.

Auch in unserem Umfeld ernähren sich viele rein pflanzlich. Ob Studenten, Selbstständige oder Angestellte: werden Alltag und Einkauf clever plant, lässt sich hier viel Geld sparen!

Tipps und Tricks für einen günstigen veganen Lebensstil

Obst und Gemüse

Grundlage einer gesunden Ernährung – egal ob omnivor, vegetarisch oder vegan – sollten Obst und Gemüse sein. In der heutigen Zeit haben wir in Deutschland außerdem eine enorme Vielfalt. In vielen Supermärkten kann man zu angemessenen Preisen leckeres und regionales Obst und Gemüse kaufen. Hier lohnt sich ein Blick auf das Herkunftsland. Oftmals liegen Produkte aus Deutschland direkt neben denselben vom anderen Ende der Welt.

Viele Supermärkte reduzieren kurz vor Ladenschluss ihre Preise noch einmal deutlich, damit sich auch die Restbestände noch verkaufen. So hat man die Chance Obst und Gemüse für weniger als die Hälfte des regulären Preises zu erstehen.

Haferflocken

Haferflocken sind nicht nur sehr günstig, sondern strotzen nur so voller wichtiger Nährstoffe. Sie sind reich an Ballaststoffen, Proteinen, ungesättigte Fettsäuren, Eisen, Zink, Folsäure, Vitamin E, Vitamin B2, Vitamin B6, Kupfer, Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor. Zudem sorgen die langkettigen Kohlenhydrate für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Mit selbstgemachter Pflanzenmilch und ein paar Früchten hat man im Handumdrehen das perfekte Frühstück! Haferflocken können feingemahlen aber auch als Mehl für Brote oder Kuchen verwendet werden.

Selbst kochen statt Bestellen

Wer selber kocht, hat nicht nur einen genauen Blick auf die verwendeten Zutaten, sondern kann dadurch auch viel Geld sparen. Nudeln, Kartoffeln, Reis, Getreide und Brot/Brötchen sind alles sehr günstige Zutaten. Mit etwas Obst oder Gemüse lassen sich viele leckere Gerichte zaubern. Auf Simply Vegan findet ihr zahlreiche vegane Rezeptideen.

Bewusstes Einkaufen/Einkaufszettel schreiben

Um nichts doppelt und dreifach zu kaufen, lohnt sich ein genauer Blick auf das, was noch vorhanden ist. So spart man nicht nur Geld, sondern vermeidet auch abgelaufene Lebensmittel.

Ein anderer wichtiger Punkt ähnelt dem Umgang mit Geld: Wer viel hat, gibt auch viel aus! Dies gilt auch für Lebensmittel. Habt ihr beispielsweise nur eine Packung Pflanzenmilch im Haus, geht ihr damit deutlich sparsamer um, als wenn ihr noch drei weitere in Reserve habt. Dies bedeutet: kauft ihr euch viele Lebensmittel auf Vorrat, verbraucht ihr von jedem Einzelnen deutlich mehr – einfach nur, weil noch viel da ist!

Ein anderer, altbekannter Tipp: Niemals hungrig einkaufen gehen! Dabei landen viele Lebensmittel im Wagen, dir ihr nur deswegen kauft, weil ihr großen Hunger habt. Zu Hause angekommen, schnell etwas gegessen und wieder bei klarem Verstand, ärgert man sich dann oftmals, weil natürlich auch das ein oder andere Ungesunde gekauft wurde. Vor allem bei Heißhunger-Attacken stehen Süßigkeiten ganz oben auf der Liste.

Von-zu-Hause-Mitnehmen statt To-Go-Produkte

Ein kleiner Snack für Zwischendurch ist nicht nur teuer, sondern erzeugt auch oftmals viel Abfall, sofern er im Markt gekauft wird. Hier lohnt es sich, etwas zu Hause vorzubereiten. Andererseits muss es gar nichts Aufwändiges sein. Wir nehmen oftmals nur etwas Obst, ein paar Nüsse oder Reiswaffeln mit.

Um alles angemessen und umweltschonend zu transportieren, gibt es viele Brotdosen und Flaschen aus Edelstahl.

Too good to go / ResQ-App

Viele Restaurants haben nach Feierabend noch jede Menge gekochtes Essen übrig, welches sie am nächsten Tag nicht mehr verkaufen können oder wollen. Die beiden Apps Too good to go und ResQ setzen sich für Lebensmittelrettung ein. Hierbei können Bistros und Restaurants ihr übrig gebliebenes Essen für wenig Geld anbieten. Dies schont zum Einen das Portemonnaie, zum Anderen ist es ein toller Beitrag, um gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen.

Öffentlich zugängliche Obstbäume

Auf unseren regelmäßigen Radtouren kommen wir an vielen verschiedenen Obstbäumen vorbei. An solchen Stellen kann man sich die leckeren Früchte kostenfrei pflücken und soviel mitnehmen, wie man tragen kann! Von Äpfeln, Birnen und Kirschen über Mirabellen, Pfirsichen oder Quitten ist einiges dabei. Auch Nussbäume oder -sträucher findet man des öfteren. Auf der Seite Mundraub findet ihr viele lokale eingetragene Punkte von Bäumen und Sträuchern – frei zugänglich und kostenfrei. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Bäume niemandem gehören. Wenn sie auf Feldern oder bebauten Grundstücken stehen, haben sie meisten auch einen Besitzer.

Lebensmittel nach Ablauf des MHD retten

Hier möchten wir gar nicht all zu viele Worte verlieren, sondern euch direkt auf zwei unserer Favoriten verweisen!

  1. Foodsharing – Zu gut für die Tonne
  2. SirPlus – Lebensmittelretten mainstream machen

  • Marcus & Elisabeth