Als McDonald’s einen veganen Burger auf den Markt brachte, löste dies eine große Spaltung und Diskussion aus. Die Einen befürworten diesen Weg, da eine solch große Fima auch viele Menschen erreichen kann. Die Anderen jedoch wollen sich und die vegane Lebensweise damit keinesfalls in Verbindung bringen. Schließlich seien vor allem solche Firmen dafür verantwortlich, dass Umwelt, Mensch und Tier viel Leid widerfährt. Und genau dieser Punkt bringt uns zu diesem Artikel. Denn leider gilt für immer mehr Menschen: Vegan um jeden Preis!

Wofür steht eine vegane Lebensweise

Sich vegan zu ernähren bedeutet schlichtweg: den Tieren auf diesem Planeten so wenig Schaden wie möglich zuzufügen. Hinzukommen natürlich noch andere wichtige Punkte wie Umwelt und Natur sowie die eigene körperliche Gesundheit.

Die Basis dieser Lebensweise bildet natürlich die Ernährung. Hier stehen Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse und Samen an oberster Stelle. Mit diesen Nahrungsmitteln können alle Makro- und Mikronährstoffe abgedeckt werden. Wer es hier richtig anstellt, braucht sich auch keine Sorgen um das “berüchtigte” Vitamin B12 zu machen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind alle Verbrauchs- und Gebrauchsgegenstände. Angefangen bei Hygieneartikeln, ohne tierische Inhaltsstoffe, bis hin zu Kleidung ohne Leder. In sämtlichen Bereichen des Alltags kann man hier große Verbesserungen durchführen.

Auch sollte man darauf achten, wo diese Nahrungsmittel herkommen. Die Ökobilanz sollte nie vernachlässigt werden. Demnach sind Früchte von der anderen Seite der Welt nur scheinbar ethisch vertretbarer als Fleischprodukte. Monokulturen, der Einsatz von Pestiziden, die in Europa verboten sind, Gewächshäuser welche ganzjährig bewässert werden müssen und natürlich lange Transportwege schaden der Umwelt auf extreme Art und Weise. Da wird das Problem nur von einer zur anderen Stelle verlagert. Denn nimmt die Umwelt Schaden, leiden automatisch auch Mensch und Tier. Hier sollte man stets auf regionale Angebote zurückgreifen.

Der Umgang mit großen Firmen

Natürlich wurde die vegane Lebensweise in den letzten Jahren stark gehyped. Überall im Fernsehen und den sozialen Medien findet man Berichte, Dokumentationen, Projekte und Blogs, welche sich mit diesem Thema beschäftigen. Demnach haben auch viele große Firmen davon Wind bekommen und möchten selbstverständlich ein Stück vom Kuchen abbekommen. Wenn möglich ein großes, fettes, vor Geld triefendes Stück. Moral und Empathie spielen hierbei überhaupt keine Rolle. Da werden Firmen wie McDonald’s und Nestlé plötzlich zum netten Spielgefährten, nur weil sie vegane Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Dabei wird doch seit zig Jahren zum Boykott eben dieser Firmen aufgerufen. Mittlerweile sollte nun jeder über deren Philosophie bescheid wissen. Und da stellt man sich aktuell natürlich die Frage, wieso ausgerechnet dann so viele Menschen auf deren Produkte anspringen? Und genau diese Frage führt und zum Kernpunkt. Denn wir haben immer mehr den Eindruck (aber vielleicht täuscht dieser auch), dass es für viele Menschen keine Rolle mehr spielt, wo die Produkte herkommen, wer sie hergestellt hat und welche Zutaten sie enthalten.

Viele möchten nicht auf Wurst, Käse, Chips, Schokolade und Aufstriche verzichten und das scheinbar zu jedem Preis. Denn sich in diesen Bereichen neu zu orientieren macht nun mal Arbeit. Man muss sich informieren, nachschauen, wo was herkommt, wer hat es hergestellt, unter welchen Bedingungen und die Zutatenliste zu lesen wird quasi Pflicht. Ja, das macht Arbeit, aber es wird sich lohnen! Denn die Basis einer pflanzlichen Ernährung bilden immer noch unverarbeitete Nahrungsmittel. Vegan heißt schließlich nicht automatisch auch gesund. Man kann sich auch pflanzlich und ungesund ernähren. Hier sollte man immer auf viel Abwechslung achten!

Ein Weg, der dem Veganismus schadet

Natürlich zeigen nun viele Menschen mit erhobenem Finger auf Veganer, welche Produkte von fragwürdigen Firmen konsumieren. Und auch wir finden diesen Weg nicht richtig. Viele scheinen die grundlegenden Werte des Veganismus über den Haufen zu werfen und schauen nur noch, wo ist Tier drin und wo nicht. Wer es wie und unter welchen Bedingungen hergestellt hat, ist scheinbar egal. Selbst jene, welche sich aus tiefster Überzeugung für den Veganismus entschieden haben, haben dazu aufgerufen, solchen Produkten eine Chance zu geben. Da werden unzählige Blogartikel geschrieben, einzig und allein um Reichweite zu erzielen. Natürlich hätten auch wir einen Artikel zu dem Burger von McDonalds verfassen können. Aber nur für mehr Klicks würden wir die Grundwerte wie Tier- und Umweltschutz nicht bei Seite werfen. Denn dafür steht dieser Burger definitiv nicht!

Wir halten von diesen Produkten großen Abstand und werden sie auch niemandem empfehlen. Denn Punkte wie Tier-, Umwelt- und Naturschutz sind für große Firmen irrelevant. Da liegt es an uns, dem Endverbraucher, solche Werte zu bewahren und kleine, regionale Unternehmen und Projekte zu unterstützen. Schreibt eure Meinung dazu gerne als Kommentar unter diesen Beitrag. Seht ihr es ebenso wie wir oder sagt ihr: Egal welche Firma etwas Pflanzliches anbietet, das ist der richtige Weg!