Eins vorweg: ich bin weit davon entfernt, ein Sportprofi zu sein. Ich habe Spaß daran, im Kraftkreis mit anderen Menschen zusammen an meine Grenzen zu kommen oder im Laufen mein bestes zu geben. Ich nehme gerne auch an regionalen Sportveranstaltungen teil. Vor kurzem habe ich an einem Duathlon-Wettkampf teilgenommen, und meine Erfahrung mit ich nun gerne mit Euch teilen.

Zuerst kam die Freude am Laufen

So richtig angefangen zu laufen habe ich im Jahr 2015. An einem Montag Morgen im August packte mich plötzlich die Lust, laufen zu gehen. Kurz danach habe ich von einem 10 km-Volkslauf gehört, der einen Monat später stattfand. Voller Elan habe ich mehrmals die Woche trainiert und habe dann, mit einer für mich tollen Zeit, am Lauf erfolgreich teilgenommen. Mit Marcus zusammen habe ich dann 2017 und 2018 an mehreren Volksläufen teilgenommen, unter anderem auch an einen Halbmarathon. Schon da habe ich gemerkt, wie toll es sein kann, an seine Grenzen zu gehen. Sport mache ich nicht, um mich in Wettbewerben vorne mit den Schnellsten zu messen. Das Gefühl, nach einem Lauf oder einer Radtour anzukommen – ob zu Hause oder im Ziel – ist einfach unbeschreiblich. Es gibt mir Selbstbewusstsein und stärkt meine mentale und körperliche Gesundheit. Einen gewissen Ehrgeiz habe ich dennoch, weshalb ich gerne an Wettbewerben teilnehme.

Warum ein Duathlon und kein Triathlon?

Ein Wettkampf, der mehrere Sportdisziplin vereint, hat mich schon seit längerem gereizt. Da ich kein guter Schwimmer bin, war Triathlon keine Option für mich. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich von einem regionalen Duathlon-Wettkampf gehört habe. Laufen und Radfahren in einem Wettbewerb – das wollte ich unbedingt probieren. Zuerst 3 km Laufen, dann 21 km Radfahren und abschließend nochmals 1 km Laufen erschien mir schaffbar.

Am letzten Sonntag war es dann soweit: der Duathlon-Wettkampf stand an. Es war ein herrlich sonniger Tag, was die Vorfreude noch steigen ließ. Aber Aufregung gehört bei mir auch immer mit dazu. Diesmal war ich aber noch einen Ticken nervöser: wie genau funktioniert das in der Wechselzone? Finde ich den Weg? Schaffe ich es mit Mountainbike?
Am Wettkampfort angekommen, wurden mir einige Sorgen schnell genommen. Da es nur ein kleiner Wettbewerb ist – insgesamt knapp 200 Teilnehmern, in meinem Wettkampf gerade mal 30 Leute – war die Atmosphäre recht familiär. Kurz vor Beginn gab es außerdem noch eine Einweisung, wo die Lauf- und Radstrecke lang führt und wie man sich in der Wechselzone verhält.

Kurz nach 12 fiel der Startschuss. Die ersten drei Kilometer liefen problemlos, auch wenn ich natürlich von einigen sehr sportlichen Leuten überholt wurde. Aber das Anfeuern durch die Besucher beflügelte mich und bereitete mir große Freude. Allein für dieses Gefühl nehme ich so gerne an Sportveranstaltungen teil.

Nach etwa 18 Minuten ging es auf’s Mountainbike: 3 Runden á 7 Kilometer. Die Strecke war mir unbekannt, da sie durch das große Gelände der örtlichen Mülldeponie führte. Ich war erstaunt, wie hügelig die Strecke war. Zwei Hügel mit 12% Steigung ließen mich erst ganz schön ins Schwitzen kommen. Aber es gelang mir später sogar, einige Leute am Berg zu überholen. Insgesamt ist es mit dem Mountainbike aber mühseliger auf solch einer Strecke. Wenn ich öfter an solchen Wettbewerben teilnehmen möchte, würde ich mich definitiv für das Rennrad entscheiden. Für meinen ersten Duathlon und einem Schnitt von 23,5 km/h war ich aber sehr zufrieden.

Nur noch ein Kilometer am Ende

Danach stand noch 1 km Laufen auf dem Plan. Im Vorfeld dachte ich mir: “Ach, das schaffe ich mit links. Der eine Kilometer…”. Aber der hatte es in sich! Die Beine waren sehr schwer vom Fahrradfahren, sodass jeder Meter im Laufen schwer fiel. Nach 1:23 h kam ich leicht müde, aber glücklich im Ziel an. Auch wenn ich eine der letzten den Wettkampf beendete, bin ich stolz auf mich, wie gut ich durchgehalten habe.

Der Duathlon-Wettbewerb war eine tolle Erfahrung für mich gewesen. Ganz egal, dass ich weitaus später als der Erstplazierte im Ziel angekommen bin – ich habe mein Bestes gegeben und bin mein persönlicher Sieger. Und tausend Endorphine und Glücksgefühle gab es gratis dazu.

  • Elisabeth