Es ist nicht einfach, ein guter Mensch zu sein – Natural Energizer

Völlig egal, wofür man sich im Leben auch einsetzt: es wird immer Menschen geben, welche daran etwas auszusetzen haben. Elisabeth, Julia und ich sind in den verschiedensten Bereichen des alltäglichen Lebens tätig und versuchen zu helfen, wo wir können. Doch immer wieder werden wir verbal angegriffen, beleidigt und ins Lächerliche gezogen. In der heutigen Zeit ist es nicht einfach, ein guter Mensch zu sein.

Wo du auch hilfst – woanders wird Hilfe dringender benötigt

Hier möchten wir gar nicht allzu viele Worte verlieren und kurz andeuten, was wir meinen:

  • Hilfst du den Tieren, wird gemeckert, warum man nicht den Menschen hilft.
  • Hilfst du sozial/finanziell schwachen Menschen, wird gemeckert, wieso man nicht erst den Obdachlosen hilft.
  • Hilfst du jungen Menschen, wird gemeckert, wieso man nicht den Älteren hilft.
  • Hilfst du Menschen oder Tieren im Ausland, wird gemeckert, wieso man nicht denen im eigenen Land hilft.
  • Setzt du dich für den Tierschutz ein, wird gemeckert, wieso man sich nicht für Menschenrechte einsetzt.
  • Setzt du dich für den Umweltschutz ein, wird gemeckert, wieso man sich nicht für den Tierschutz einsetzt.

Und so könnten wir ewig weiter aufzählen. Komischerweise kritisieren oftmals jene, welche selber absolut gar nichts tun!

Kritisieren: Ja – selber aktiv werden: Nein

Im Grunde ist es ganz einfach erklärt. Erzählt man in seinem Umfeld etwas über ehrenamtliche Arbeit oder über Organisationen, welche man finanziell oder durch Arbeit vor Ort unterstützt, bekommen viele sofort ein schlechtes Gewissen. Statt nun in sich zu kehren und zu schauen, ob man denn nicht selber aktiv werden könnte, ist die einfachste Variante, den Einsatz anderer schlecht zu reden. Das Ziel ist bei diesem Verhalten natürlich nur, das eigene Gewissen zu beruhigen. Man sagt sich: “Er mag ja vielleicht irgendwo helfen, aber das ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein!” oder “Wieso hilft er denn ausgerechnet denen? Woanders ist es doch viel sinnvoller. Was er da macht, ist absolut sinnlos!”.

Einer alleine kann sowieso nichts ändern

Auch diese Einstellung vertreten die meisten Menschen. Hierbei vergessen sie jedoch einen ganz wichtigen Punkt: die halbe Menschheit sagt sich dies immer wieder. Natürlich kann einer alleine nichts verändern. Würden die Menschen mehr zusammenhalten und sich gegenseitig mehr unter die Arme greifen, dann würde die Sache wieder ganz anders aussehen.

Auch hierfür haben wir ein kleines Beispiel:

Wenn Elisabeth und ich durch die Stadt laufen, heben wir immer wieder etwas Müll auf. Die Straßen und Wiesen in unserer Stadt sind in einem sehr schlechten Zustand. Wer uns beobachtet, denkt mit Sicherheit: “Toll – eine Verpackung aufgehoben. Das ändert doch rein gar nichts!”. Würde jedoch jeder Mensch, welcher in der Stadt unterwegs ist, auch nur zwei oder drei Teile Müll aufheben, dann wären sämtliche Straßen, Plätze und Wiesen beinahe müllfrei. Doch leider denkt so kaum jemand.

Auch als wir im Elbsandsteingebirge wandern waren, hatten wir Plastiktüten dabei, um Müll vom Wegesrand aufzuheben. Auch wenn die Wege noch so entlegen waren, Müll gab es trotzdem zu Haufe.

Auch ein großes Problem im Veganismus

Auch wer sich pflanzlich ernährt und seinen Alltag so tierleidfrei wie möglich gestaltet: es wird immer wieder gemeckert und kritisiert, man sei ja gar nicht konsequent genug. Wieso fährt man eigentlich noch Auto? Handys und andere elektrische Geräte sind auch verboten und Obst und Gemüse darf ausschließlich aus dem eigenen Garten gegessen werden. Alles, was importiert werden muss, verursacht ja auch wieder Abgase usw.

Auch hier stammen solche Bemerkungen oft von denen, welche rein gar nichts tun. Sie setzen sich weder für weniger Tierleid ein, noch für Umwelt- oder Naturschutz. Und genau hier sind wir wieder beim altbekannten Problem. Diese Menschen merken, sie müssten ihren eigenen Alltag umstrukturieren. Sich müssten sich mit unangenehmen und unbequemen Wahrheiten auseinandersetzen und ihr eigenes Verhalten kritisieren. Sie müssten sich eingestehen, dass ihr Verhalten viel Leid und Elend auf der Welt verursacht. Sie müssten sich also eine Schuld zuweisen! Und wer macht das schon gerne? Also wird auch hier wieder zum gängigen Verfahren gegriffen und alles andere schlecht geredet. Selbst wenn man in einer Höhle wohnen würde, nur selbst angebautes Obst und Gemüse essen würde und keine elektrischen Geräte hätte bis auf eines – ein Handy – um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben: auch hier würden wieder andere über inkonsequentes Verhalten meckern.

Nicht unterkriegen lassen

Auch wir stellen uns oftmals die Frage: “Lohnt es sich denn weiterzumachen?”

Aber genau dieser Gedanke ist falsch! Es wird immer Menschen geben, welche alles kritisieren. Letztendlich ist dies nur ein Spiegel ihrer eigenen Unzufriedenheit. Davon darf man sich nicht unterkriegen lassen!

Auch bei Kleinigkeiten heißt es weitermachen! Wenn uns jemand auf der Straße etwas Müll aufheben sieht, denkt er sich vielleicht: “Würden das alle Menschen so machen, wären die Straßen um einiges sauberer!”. Und vielleicht regt ihn dieser Gedanke dazu an, es ebenfalls zu tun. Ihn wiederum sehen andere Menschen, denken das Gleiche und handeln dann ebenfalls.

Auch unsere vegane Lebensweise lassen wir uns trotz aller Kritik nicht verwehren. Wir wissen, wir tun das Richtige. Wir wissen, wir handeln moralisch und ethisch korrekt. Aber wir wissen auch, dass es viele Bereiche gibt, in denen wir noch etwas ändern können. Wir werden weiterhin aufklären, zeigen unangenehme und unbequeme Wahrheiten und Zustände auf und hoffen auf die Einsicht der Menschen. Denn anders als immer behauptet, sind wir weder aggressiv, noch zwingen wir irgendetwas anderen Menschen auf! Wir machen weiter!

Im diesem Sinne: Auch mit Tropfen kann man ein Fass füllen!

Für mehr Gesundheit und Wohlbefinden

Von | 2018-05-02T12:00:42+00:00 April 24th, 2018|Körper&Geist|0 Kommentare

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