5 unbestreitbare Fakten über den Fleischkonsum

Der Konsum von Fleisch hat gravierende Auswirkungen auf unsere gesamte Umwelt, das Klima, die Tiere und den Menschen. Hitzige Diskussionen mit Fleischliebhabern stehen bei vielen an der Tagesordnung. In folgendem Artikel möchten wir euch fünf einfach formulierte Fakten näher erläutern, die selbst eingefleischte Steakliebhaber zum Nachdenken anregen sollten.

Tierquälerei

Die Tiere werden in engen und stinkenden Bereichen gehalten, die rein gar nichts mit artgerechter Haltung zu tun haben. Hinzukommen Krankheiten, Infektionen, Knochenbrüche und weitere schlimme Erkrankungen, die bei der Masse an Tieren nicht mal annähernd vollständig behandelt werden können. So leiden die Tiere meist ihr gesamtes kurzes Leben unter diesen Qualen und Schmerzen. Auch verschiedene Methoden und Anwendungen, damit sich die Tiere nicht gegenseitig verletzen, werden meist aus Zeit- und Kostengründen ohne Betäubung durchgeführt. Küken werden die Schnäbel gekürzt, Kühen die Hörner abgetrennt und Ferkel ohne Betäubung kastriert! Dies sind nur einige der gängigen Methoden. Das Leid der Tiere wird hier völlig ignoriert.

Viele Tiere werden zudem kurz nach der Geburt wieder getötet, da sie für die vorgesehene Industrie keine Verwendung haben. So werden männliche Kälber in der Milchindustrie geschlachtet oder einfach entsorgt, da sie natürlich keine Milch geben und sich diese hochgezüchtete Rasse für die Mast nicht eignet, sondern eben nur für einen hohe Milchproduktion. Dasselbe Schicksal wartet auch auf männliche Küken in der Eierindustrie. Für die Mast ungeeignet und nicht in der Lage Eier zu legen, werden sie bei lebendigem Leibe, unmittelbar nach dem Schlüpfen, geschreddert oder vergast. Ohne die Milchindustrie gäbe es beispielsweise kein Kalbsfleisch!

Schlachthäuser

Die Tiere kommen lebendig in die Schlachthäuser und verlassen sie fein zerteilt und abgepackt. Und dennoch sagen die meisten Menschen, dass alles, was dazwischen passiert, völlig human und ethisch in Ordnung sei.

Hierbei spielt es absolut keine Rolle, ob die Tiere aus der Bio- oder Massentierhaltung kommen. Denn es gibt keine Bio Schlachthäuser. Und nun noch einmal langsam zum Mitdenken: Die Tiere kommen lebendig an und verlassen das Schlachthaus in ihre Einzelteile zerlegt. An welcher Stelle genau passieren denn nun die humanen Handlungen? Zudem sind Skandalvideos aus Betrieben mittlerweile fester Bestandteil von täglichen Zeitungsberichten. Auch müssen Bilder und Videos aus solchen Betrieben für die sozialen Medien meist zensiert werden. Schon hier sollte doch klar sein, dass diese zensierten Inhalte weder human noch tiergerecht sein können. Auch den eigenen Kindern wird jahrelang vorenthalten, wo ihr tägliches Fleisch denn herkommt, mit der Begründung: “Das kann man den Kindern doch nicht erzählen, wie die Tiere geschlachtet werden!” Schlachthäuser sind hierbei nichts anderes als Mordfabriken für Lebewesen, die völlig unschuldig den Menschen zum Opfer fallen.

Umweltbelastung

Die riesige Masse an Wiederkäuern produziert unvorstellbare Mengen an Methan. Hinzukommen die Ausscheidungen der Tiere, welche unsere Felder überdüngen, in das Grundwasser sickern und den Nitratgehalt im Boden somit zu stark erhöhen. Ausgelaugte Böden und verunreinigtes Grund- und Trinkwasser sind die Folge. Aber auch die gewaltige Industrie mit all ihren Maschinen und Fabriken produziert gewaltige Mengen an schädlichen Gasen und tragen somit direkt zur Erderwärmung bei. Auch ein wichtiger Punkt: die Rodung des Regenwalds für neue Anbauflächen und Viehweiden. Die Zahlen sprechen für sich und lassen sich nicht schön reden. In unseren Quellen findet ihr dazu einen ausführlichen Artikel.

Verschwendung von Ressourcen

Um die 65 Milliarden Nutztiere (allein die Landlebewesen, Wassertiere sind hierbei nicht eingerechnet), die Jahr für Jahr geschlachtet werden, zu züchten und zu füttern, werden enorme Mengen an Ressourcen verschwendet. Futter sowie die benötigte Fläche für den Anbau des Futters, Trinkwasser und natürlich sämtliche fossile Rohstoffe, um die gewaltige Industrie am laufen zu halten, sind nur einige Beispiele. Auf der Welt gibt es aktuell mehr als 1 Milliarde hungernde Menschen. Statt Fläche für Tierfutter zu verschwenden, könnte man doch auch Nahrung für den Menschen anbauen? Es ist genug Platz vorhanden, um alle Menschen vollwertig zu ernähren! Auf der einen Seite der Welt sterben Menschen an Übergewicht und auf der anderen an Untergewicht. Das ist die traurige Realität.

Gefahr für die Gesundheit

Tierische Produkte schaden der Gesundheit. Die größten Zivilisationskrankheiten können direkt mit dem Konsum dieser Produkte in Verbindung gebracht werden. Milch schadet den Knochen, Fleisch den Gefäßen und der übermäßige Verzehr von tierischen Proteinen führt zu Übergewicht. Bereits 2016 stufte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) Fleisch als krebserregend ein. Die Liste ist schier endlos. Arthrose, Osteoporose, Rheuma, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Schlaganfälle sind nur einige der möglichen Folgen. Auch hier findet ihr in unseren Quellen viele weitere Informationen zu diesem Thema.

Es wird auch häufig von unseren Vorfahren gesprochen und dass sie ja auch Fleisch aßen und auch nicht krank wurden. Ein kurzes Wort dazu. Unseren Vorfahren war es völlig egal, was sie zu essen bekamen. Sie hatten keine Wahl und mussten alles nehmen, was sich ihnen anbot. Schließlich ging es um das nackte Überleben. Zudem hatten sie keinerlei Bewusstsein dafür, ob es gesund oder ungesund ist, was sie da gerade gegessen haben. Ebenso kamen sie nicht einmal annähernd in ein Alter, wo die ersten Auswirkungen sichtbar gewesen wären. Auch waren sie als Jäger den Tieren hautnah in der Wildnis auf der Spur. Massentierhaltung gab es logischerweise damals noch nicht und somit auch keinen Einsatz von Antibiotika und Hormonen. Man sieht also, dass Verhalten und Alltag des modernen Menschen absolut nichts mit seinen Vorfahren zu tun hat.

Quellen

Fleischatlas 2018 – Fleischkonsum und seine katastrophalen Folgen

Aussagen einer ehemaligen Landwirtin über die Milchwirtschaft

“Milch tut doch niemandem weh!”

5 “gute” Gründe wieder Fleisch zu essen

Von | 2018-03-20T15:13:38+00:00 Januar 20th, 2018|News und Aktuelles|0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar